Business Continuity Management (BCM)

Überblick

Business Continuity Management (BCM) stellt sicher, dass kritische Geschäftsprozesse auch bei Störungen, Sicherheitsvorfällen oder Katastrophen aufrechterhalten werden können. BCM ist integraler Bestandteil eines umfassenden ISMS.

BCM-Lebenszyklus

1. Analyse

Business Impact Analysis (BIA) und Risikoanalyse

2. Strategie

Entwicklung von Business Continuity Strategien

3. Planung

Erstellung von Business Continuity Plänen

4. Umsetzung

Implementierung von Maßnahmen und Prozessen

5. Testen

Regelmäßige Tests und Übungen der Pläne

6. Wartung

Kontinuierliche Überprüfung und Aktualisierung

Business Impact Analysis (BIA)

Die BIA identifiziert kritische Geschäftsprozesse und bewertet deren Auswirkungen bei Ausfall:

RTO - Recovery Time Objective

Maximal akzeptable Ausfallzeit eines Prozesses

RPO - Recovery Point Objective

Maximal akzeptabler Datenverlust bei Wiederherstellung

MTD - Maximum Tolerable Downtime

Maximale tolerierbare Gesamtausfallzeit

Kritikalitätsstufen

Kritisch

Ausfall führt zu erheblichen Geschäftsschäden. RTO: < 4 Stunden

Hoch

Ausfall hat signifikante Auswirkungen. RTO: 4-24 Stunden

Mittel

Ausfall ist spürbar aber beherrschbar. RTO: 1-3 Tage

Niedrig

Ausfall hat geringe Auswirkungen. RTO: > 3 Tage

Notfallmaßnahmen

Incident Response

Sofortmaßnahmen bei Sicherheitsvorfällen

Backup & Recovery

Datenbackups und Wiederherstellungsverfahren

Alternative Standorte

Ausweichstandorte für kritische Systeme

Kommunikation

Notfallkommunikationspläne und Eskalationswege

Zusammenhang mit anderen ISMS-Komponenten

  • Risikomanagement: BCM adressiert die Auswirkungen identifizierter Risiken
  • Assetmanagement: Kritische Assets müssen in BCM-Plänen priorisiert werden
  • ISMS: BCM gewährleistet die Kontinuität der Sicherheitsprozesse selbst